Der folgende Abschnitt enthält eine Beschreibung der Schritte zum Bearbeiten einer Serverkonfiguration. Die allgemeinen Einstellungen umfassen Einstellungen für MIME, Protokoll, WebDAV und Überwachung.
Im HTTP-Protokoll, das von Webbrowsern für die Kommunikation mit dem Webserver verwendet wird, dient die Dateierweiterung der URL nicht dazu, die Art der vom Server zurückgegebenen Informationen zu ermitteln. Am Ende der URL muss sich nicht einmal eine Dateierweiterung befinden. Stattdessen gibt der Webserver den richtigen MIME-Typ mithilfe eines Content-type:-Headers an, wenn er auf die HTTP-Anforderung des Webbrowsers antwortet.
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um die konfigurierten MIME-Zuordnungen für eine Konfiguration anzuzeigen:
Klicken Sie auf das Register Konfigurationen.
Geben Sie die Konfiguration an, indem Sie das Kontrollkästchen der entsprechenden Konfiguration aktivieren.
Klicken Sie auf das Unterregister MME-Typen unterhalb von Allgemeine Einstellungen.
Die Seite MIME-Zuordnungen enthält eine Liste der MIME-Header und -Werte für die ausgewählte Konfiguration. Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um eine neue MIME-Zuordnung hinzuzufügen:
Klicken Sie auf das Register Konfigurationen.
Geben Sie die Konfiguration an, indem Sie das Kontrollkästchen der entsprechenden Konfiguration aktivieren.
Klicken Sie auf das Unterregister MIME-Typen unterhalb von Allgemeine Einstellungen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Neue MIME-Zuordnungen, und konfigurieren Sie die folgenden Eigenschaften:
MIME-Header – Wählen Sie aus den Einstellungen "Inhaltstyp", "Inhaltscodierung" und "Inhaltssprache".
MIME-Wert – Geben Sie den Wert für den MIME-Header ein. Für einen MIME-Header vom Typ "Inhaltstyp" könnte der MIME-Wert beispielsweise text/plain, text/html usw. lauten.
Dateisuffix – Dateierweiterung für den MIME-Wert. Beispiel: Für den MIME-Wert text/html könnte die Dateierweiterung htm/html lauten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern, um die neue MIME-Zuordnung zu speichern.
Die Überwachungsaktionen des Servers werden über SNMP ausgeführt. Das SNMP-Protokoll dient dem Austausch von Daten über Netzwerkaktivitäten. Über SNMP werden Daten zwischen einem verwalteten Gerät und einer Netzwerkverwaltungsstation (NMS) übertragen. Ein verwaltetes Gerät ist ein beliebiges Gerät, auf dem SNMP ausgeführt wird: Hosts, Router, Ihr Webserver und andere Server in Ihrem Netzwerk. Bei der Netzwerkverwaltungsstation (Network Management Station, NMS) handelt es sich um einen Computer, der für die Remoteverwaltung des Netzwerks verwendet wird. In der NMS-Software werden die erfassten Daten in einer Grafik angezeigt, oder es wird mithilfe der Daten sichergestellt, dass der Server im zulässigen Toleranzbereich arbeitet.
Bei der NMS handelt es sich normalerweise um eine leistungsstarke Workstation mit mindestens einer installierten Netzwerkverwaltungsanwendung. In einer Netzwerkverwaltungsanwendung wie HP OpenView werden die Informationen verwalteter Geräte (z. B. der Webserver) grafisch dargestellt. So können beispielsweise die Server, die im Unternehmen betriebsbereit oder ausgefallen sind, oder Anzahl und Typ der empfangenen Fehlermeldungen angezeigt werden. Wenn Sie SNMP zusammen mit einem Sun Java System Web Server verwenden, werden diese Informationen zwischen NMS und dem Server mithilfe von zwei Arten von Agenten übertragen, dem Unteragenten und dem Master-Agenten.
Der Unteragent sammelt Informationen über den Server und übermittelt die Informationen an den Master-Agenten des Servers. Jeder Sun Java System Web Server (mit Ausnahme des Administrationsservers) verfügt über einen Unteragenten.
Hinweis – Nachdem die SNMP-Konfiguration geändert wurde, müssen Sie auf die Schaltfläche "Speichern" klicken und anschließend den SNMP-Unteragenten neu starten.
Führen Sie die folgenden Aufgaben durch, um die Überwachungseinstellungen für die Konfiguration zu ändern:
Klicken Sie auf das Register Konfigurationen.
Wählen Sie die Konfiguration aus, deren Überwachungseinstellungen geändert werden sollen.
Klicken Sie auf das Unterregister Überwachungsseinstellungen.
Um die allgemeinen Überwachungseinstellungen einer Konfiguration zu ändern, müssen Sie die Werte im Abschnitt Allgemeine Einstellungen bearbeiten. Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der Felder für allgemeine Überwachungsparameter:
Tabelle 5 Feldbeschreibung > Allgemeine Überwachungseinstellungen
Um die Einstellungen für SNMP-Unteragenten einer Konfiguration zu ändern, müssen Sie die Werte im Abschnitt "SNMP-Unteragent-Einstellungen" bearbeiten. Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der Felder für SNMP-Unteragentenparameter:
Tabelle 6 Feldbeschreibung > Einstellungen für den SNMP-Unteragenten
Siehe Konfigurieren von WebDAV-Eigenschaften
Instanzen können zu geplanten Terminen neu konfiguriert oder neu gestartet werden. Für die automatische Neukonfiguration von Instanzen können Sie eine bestimmte Uhrzeit und ein Zeitintervall angeben.
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um Ereignisse zu planen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf Allgemein > Geplante Ereignisse.
Die Seite "Geplante Ereignisse" enthält eine Liste der bereits konfigurierten geplanten Ereignisse. Diese Seite enthält darüber hinaus Optionen zum Erstellen und Entfernen von geplanten Ereignissen.
Die folgende Tabelle enthält eine kurze Beschreibung aller Felder auf der Seite "Geplante Ereignisse".
Tabelle 7 Feldbeschreibung > Seite "Geplante Ereignisse"
Feld | Beschreibung |
Ereignis | Das geplante Ereignis. Beispiel: Neustart, Neukonfiguration. Ereignis |
Zeit | Die Uhrzeit, zu der die Ereignisse ausgeführt werden sollen. |
Tag | Der Wochentag, an dem das Ereignis ausgeführt werden soll. (Sonntag bis Samstag). |
Tag des Monats | Von 1 bis 31. |
Monat | Von Januar bis Dezember. |
Intervall | Das Zeitintervall/der Zeitraum, nach dem das Ereignis erneut ausgeführt wird. |
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um ein neues geplantes Ereignis hinzuzufügen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf Allgemein > Geplante Ereignisse.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu.
Die folgende Tabelle enthält eine kurze Beschreibung aller Felder auf der Seite "Neuer Ereigniszeitplan".
Tabelle 8 Feldbeschreibung > Seite "Neuer Ereigniszeitplan"
Feld | Beschreibung |
Ereignis |
|
Zeit | Die Uhrzeit, zu der die Ereignisse ausgeführt werden sollen. Wählen Sie die Werte für Stunde und Minute aus den Dropdownfeldern aus. Täglich – Startet das festgelegte Ereignis täglich zur angegebenen Uhrzeit. Bestimmte Tage – Startet das festgelegte Ereignis an bestimmten Tagen. 1. Tage – Geben Sie einen beliebigen Tag von Sonntag bis Samstag ein. 2. Datumsangaben – Geben Sie beliebige Tage des Monats zwischen 1 und 31 als durch Komma getrennte Einträge an. Beispiel: 4,23,9 Bestimmte Monate – Startet das festgelegte Ereignis zur festgelegten Uhrzeit und den angegebenen Monaten. Geben Sie einen Monat von Januar bis Dezember an. |
Intervall | Das angegebene Ereignis wird nach diesem Zeitraum ausgeführt. 1. Alle x Stunden – Wählen Sie die Anzahl an Stunden aus dem Dropdownfeld aus. 2. Alle x Sekunden – Wählen Sie die Anzahl an Sekunden aus dem Dropdownfeld aus. |
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um ein geplantes Ereignis zu löschen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf Allgemein > Geplante Ereignisse.
Markieren Sie das geplante Ereignis, und klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen.
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie eine zuvor bereitgestellte Konfiguration wiederherstellen.
Hinweis – Sie können lediglich die letzten sieben Konfigurationen wiederherstellen.
So stellen Sie eine Konfiguration wieder her
Klicken Sie auf das Register "Konfigurationen".
Klicken Sie auf das Register "Allgemein" und anschließend auf das Unterregister "Wiederherstellen".
Wählen Sie in der Liste der Konfigurationssicherungen die gewünschte Konfiguration aus.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Wiederherstellen".
Klicken Sie auf den Link "Bereitstellung steht aus" rechts oben in der Administrationskonsole, um die wiederhergestellte Konfiguration bereitzustellen.
Ein neues Fenster wird geöffnet.
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Bereitstellen".
In diesem Abschnitt können Sie erweiterte Eigenschaften des Servers konfigurieren, z. B. HTTP- und Lokalisierungseinstellungen.
Führen Sie zum Bearbeiten der erweiterten Eigenschaften einer Konfiguration die folgenden Schritte aus:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf die Unterregister Allgemein > Erweitert.
Bearbeiten Sie die Werte für die in der folgenden Tabelle aufgeführten Parameter.
Tabelle 9 Feldbeschreibung > Erweiterte Eigenschaften
Feld | Beschreibung |
|---|---|
Serverbenutzer | Geben Sie den Benutzernamen für den Serverprozess an. Die Voreinstellung lautet "root". |
Plattform | 32- oder 64-Bit. Der Plattformmodus, in dem der Server ausgeführt wird. Informationen zur Installation des Servers im 64-Bit-Modus finden Sie im Installation and Migration Guide. |
Temporäres Verzeichnis | Geben Sie den Pfad zum temporären Verzeichnis für die interne Verwendung durch den Server an. Stellen Sie sicher, dass der festgelegte Serverbenutzer über Schreibberechtigungen für dieses Verzeichnis verfügt. |
HTTP-Protokollversion | Die höchste HTTP-Protokollversion, die vom Server unterstützt wird. Die Standardeinstellung lautet HTTP/1.1. |
HTTP-Serverheader | Name der Serversoftware und Version. Der Standardwert lautet Sun-Java-System-Web-Server/7.0 |
Symbol 'Favorit' | Wenn Sie diese Option aktivieren, antwortet der Server auf Anforderungen für favicon.ico mit der eigenen, integrierten Symboldatei. Aktiviert/Deaktiviert. |
Lokalisierung-Standardsprache | Die Standardsprache für Meldungen, die Administratoren angezeigt werden oder in Zusammenhang mit der Inhaltsbereitstellung für Clients eingeblendet werden. Der Wert kann beispielsweise "en-us" lauten. |
Lokalisierung-Clientsprache aushandeln | Gibt an, ob der Server versucht, den HTTP-Header "Accept-language" zur Aushandlung der Inhaltssprache mit dem Client zu verwenden. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert. |