Bearbeiten von Protokolleinstellungen

In den Protokolldateien des Administrationsservers werden Daten zum Server aufgezeichnet. Hierzu zählen die Arten der erkannten Fehler sowie Informationen zum Serverzugriff. Durch Anzeigen dieser Protokolle können Sie die Serveraktivität überwachen und Probleme beseitigen, da Daten über den aufgetretenen Fehler und die Zugriffszeitpunkte auf bestimmte Dateien bereitgestellt werden.

Protokollarten

Protokolle können weitgehend wie folgt klassifiziert werden:

  1. Zugriffsprotokoll – Das Zugriffsprotokoll zeichnet Informationen zu Anforderungen und Antworten des Servers auf.

  2. Serverprotokoll – Das Serverprotokoll zeigt alle Fehler an, die der Server seit Erstellung der Protokolldatei ermittelt hat. Es enthält außerdem informative Meldungen des Servers, wie z. B. wann der Server gestartet wurde und welche Personen ohne Erfolg versucht haben, sich beim Server anzumelden.

Konfigurieren von Protokolleinstellungen

Führen Sie die folgenden Aufgaben durch, um die Protokolleinstellungen für eine Konfiguration zu aktivieren und zu bearbeiten:

  1. Klicken Sie auf das Register Konfiguration.

  2. Wählen Sie die Konfiguration aus, für die die Protokolleinstellungen aktiviert bzw. bearbeitet werden sollen.

  3. Klicken Sie auf Allgemeine Einstellungen > Protokolleinstellungen

Bearbeiten von Zugriffsprotokolleinstellungen

Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der Felder im Abschnitt "Zugriffsprotokolleinstellungen":

Tabelle 20 Feldbeschreibung > Zugriffsprotokolleinstellungen

Feld

Beschreibung

Aktivieren

Aktiviert/Deaktiviert. Das Zugriffsprotokoll ist standardmäßig deaktiviert. Wählen Sie diese Option aus, um das Zugriffsprotokoll zu aktivieren. Durch das Aktivieren des Zugriffsprotokolls wird die Serverleistung geringfügig beeinträchtigt.

Zugriffsprotokoll-Speicherort

Der Serverpfad, in dem die Zugriffsprotokolldateien gespeichert werden. Der Standardwert ist ../logs/access

Zugriffsprotokollformat

  1. Allgemeines Protokollformat verwenden – Diese Option ist der standardmäßige Formattyp für die Protokolldatei. Der Server protokolliert die Informationen mit der höchsten Relevanz aus den Anforderungsheadern. Das allgemeine Protokollformat lautet IP-Adresse - Content-Länge für Benutzeranforderungsstatus [Datum]

  2. Nur diese Details protokollieren – Sie können mit dieser Option nur spezifische Werte aus dem Anforderungsheader protokollieren. Sie können z. B. lediglich den Clientbenutzernamen und den HTTP-Status protokollieren.

    Wählen Sie auf dieser Seite die Optionen für den Protokollbericht.

    Das Protokollformat kann über die Option "Benutzerdefiniertes Protokollformat" auch manuell konfiguriert werden.

Bearbeiten von Serverprotokolleinstellungen

Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der Felder im Abschnitt "Serverprotokolleinstellungen":

Tabelle 21 Feldbeschreibung > Serverprotokolleinstellungen

Feld

Beschreibung

Speicherort für Serverprotokolle

Der Serverpfad, in dem die Serverprotokolldateien gespeichert werden. Der Standardwert ist ../logs/errors

Grad der Ausführlichkeit des Protokolls

Diese Option bietet eine einfache Möglichkeit, die Feinheit der Protokollierung festzulegen. Für Tests und Fehlersuche von Webanwendungen sollten Sie die Ebene Sehr genau verwenden.

Für Produktionsumgebungen ist die empfohlene Protokollierungsebene Fehler oder Sicherheit. Die Protokollierungsebene Schwer wiegender Fehler zeichnet nur sehr wenige Details auf.

Namen des virtuellen Servers protokollieren

Bei Auswahl dieser Option wird zusätzlich zu den Fehlern der Name des virtuellen Servers protokolliert, von dem die Anforderung verarbeitet wird.

In stderr geschriebene Anwendungsdaten protokollieren

Bei Auswahl dieser Option werden Ausnahmebedingungen von bereitgestellten Webanwendungen protokolliert, wenn sie in stderr ausgegeben werden.

Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Auf der Konsole ausgegebene Anwendungsdaten protokollieren

Bei Auswahl dieser Option werden Ausnahmebedingungen von bereitgestellten Webanwendungen protokolliert, wenn sie auf der Konsole ausgegeben werden.

Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Datumsformat

Das Zeitformat, das für die Zeitstempel der Fehlermeldungen verwendet wird. Der Standardwert lautet [%d/%b/%Y:%H:%M:%S]

Archivieren von Protokolldateien

Sie können für Ihre Protokolldateien eine automatische Archivierung konfigurieren. Zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nach einem bestimmten Zeitraum erfolgt eine Zugriffsprotokollrotation. Der Server speichert die alten Protokolldateien und markiert die gespeicherte Datei mit einem Namen, der Datum und Uhrzeit enthält, zu der die Datei gespeichert wurde.

Beispielsweise können Sie festlegen, dass die Protokolldateien jede Stunde rotiert werden und dass der Server die Datei Zugriff.199907.0152400 benennt, wobei Name|Jahr|Monat|Tag|24-Std-Uhrzeit zu einer einzigen Zeichenfolge verkettet wird. Das exakte Format der Archivdateien für Zugriffsprotokolle hängt von der jeweils eingerichteten Protokollrotation ab.

Die Zugriffsprotokollrotation wird beim Serverstart initialisiert. Wenn die Rotation aktiviert ist, erstellt der Server eine Zugriffsprotokolldatei mit einer zeitlichen Markierung. Die Rotation beginnt beim Start des Servers.

Nach Beginn der Rotation erstellt der Server eine neue Zugriffsprotokolldatei mit einer Zeitmarke, wenn nach der zuvor geplanten "nächsten Rotationszeit" eine Anforderung in der Zugriffsprotokolldatei protokolliert werden muss.

Einstellen der Protokollrotation

Klicken Sie auf Protokolle jetzt rotieren, um die Protokolldateien sofort zu archivieren. Das Protokoll wird rotiert und in folgendem Format gespeichert: <Ursprünglicher-Dateiname>.<YYYY.MM.DD.HHMM>.

Sie können mithilfe der Protokollrotationsoption auch einen Zeitplan für die Rotation der Server-/Zugriffsprotokolle für die konfigurierten Instanzen erstellen. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Protokollrotation einzurichten:

  1. Klicken Sie auf das Register Konfiguration.

  2. Wählen Sie die Konfiguration aus, für die die Protokolleinstellungen aktiviert bzw. bearbeitet werden sollen.

  3. Klicken Sie auf Allgemeine Einstellungen > Protokolleinstellungen

  4. Klicken Sie im Abschnitt Protokollarchivierung auf die Schaltfläche Neu

Archivierungsbefehl: Sie können den absoluten Pfad des Befehls angeben, nachdem die Protokolldatei vom Server rotiert wurde. Der Name der Protokolldatei nach der Rotation wird als Argument an den Archivierungsbefehl übergeben. Zudem wurde die rotierte Protokolldatei durch den Archivierungsbefehl komprimiert.

Der folgende Abschnitt enthält eine Beschreibung der Felder für das Festlegen einer neuen Protokollrotation:

Tabelle 22 Feldbeschreibung > Festlegen einer Protokollrotation

Feld

Beschreibung

Ereignis

Zugriffsprotokollrotation / Serverprotokollrotation. Wählen Sie eine Option oder beide Optionen aus, um die Rotation für den betreffenden Protokolltyp zu konfigurieren.

Zeit

Die Uhrzeit, zu der die Ereignisse ausgeführt werden sollen. Wählen Sie die Werte für Stunde und Minute aus den Dropdownfeldern aus.

Täglich – Startet das festgelegte Ereignis täglich zur angegebenen Uhrzeit.

Bestimmte Tage – Startet das festgelegte Ereignis an bestimmten Tagen.

1. Tage – Geben Sie einen beliebigen Tag von Sonntag bis Samstag ein.

2. Datumsangaben – Geben Sie beliebige Tage des Monats zwischen 1 und 31 als durch Komma getrennte Einträge an. Beispiel: 4,23,9

Bestimmte Monate – Startet das festgelegte Ereignis zur festgelegten Uhrzeit und den angegebenen Monaten. Geben Sie einen Monat von Januar bis Dezember an.

Intervall

Das angegebene Ereignis wird nach diesem Zeitraum ausgeführt.

1. Alle x Stunden – Wählen Sie die Anzahl an Stunden aus dem Dropdownfeld aus.

2. Alle x Sekunden – Wählen Sie die Anzahl an Sekunden aus dem Dropdownfeld aus.

Wenn Sie die geplante Protokollrotation löschen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen im Abschnitt Protokollarchivierung.