Bearbeiten von HTTP-Listener-Einstellungen

Führen Sie die folgenden Aufgaben durch, um die vorhandenen HTTP-Listener-Einstellungen zu bearbeiten:

  1. Klicken Sie auf das Register Konfiguration, um die Liste der verfügbaren Konfigurationen anzuzeigen.

  2. Klicken Sie auf das Unterregister HTTP-Listener, um die Liste der konfigurierten HTTP-Listener anzuzeigen.

  3. Klicken Sie unterhalb der Tabelle HTTP-Listener-Name auf den HTTP-Listener, den Sie bearbeiten möchten.

Sie können die allgemeinen und die sicherheitsrelevanten Einstellungen für den HTTP-Listener bearbeiten.

Bearbeiten von allgemeinen Einstellungen

Klicken Sie auf das Register Allgemein, um grundlegende und erweiterte HTTP-Listener-Einstellungen zu bearbeiten. Die folgende Tabelle enthält eine kurze Beschreibung der einzelnen Felder auf der Seite:

Tabelle 2 Feldbeschreibung > Bearbeiten von allgemeinen HTTP-Listener-Einstellungen

Feld

Beschreibung

Name

Ein Kurzname für den neuen HTTP-Listener.

Port

Der Port, an den der HTTP-Listener gebunden ist und auf dem HTTP-Anforderungen empfangen werden.

IP-Adresse

Eine gültige IPv4- oder IPv6-Adresse. Bei * empfängt der HTTP-Listener alle IP-Adressen auf dem konfigurierten Port.

Servername

Geben Sie den Servernamen ein, z. B. sales.mycomp.com

Standardmäßiger virtueller Server

Wählen Sie den virtuellen Server aus der Dropdownliste aus. Dadurch wird der neue HTTP-Listener für den ausgewählten virtuellen Server zugeordnet.

Sie können einem virtuellen Server mehrere HTTP-Listener zuordnen.

Beschreibung (Optional)

Geben Sie eine kurze Beschreibung für den HTTP-Listener ein.

Wählen Sie im Abschnitt Erweitert die Option Weitere Einstellungen konfigurieren aus, um erweiterte HTTP-Listener-Einstellungen zu bearbeiten. Die folgende Tabelle enthält eine kurze Beschreibung der einzelnen Felder auf der Seite:

Tabelle 3 Feldbeschreibung > Bearbeiten von allgemeinen HTTP-Listener-Einstellungen

Feld

Beschreibung

Annahmethreads (erforderlich)

Die Anzahl der Threads für die Annahme von Verbindungen, die von diesem Listener empfangen werden. Der zulässige Wertebereich liegt zwischen 1 und 128.

Protokollfamilie

Das vom Listener verwendet Protokoll. Ändern Sie diesen Wert nicht. Der Standard ist HTTP.

Größe der Listener-Warteschlange

Maximale Größe des Betriebssystems, Warteschlangenrückstände zu empfangen.

Größe des Empfangspuffers

Die Größe (in Byte) des Socket-Empfangspuffers im Betriebssystem.

Größe des Sendepuffers

Die Größe (in Byte) des Socket-Sendepuffers im Betriebssystem.

Blockierende E/A

Diese Einstellung bestimmt, ob sich das HTTP-Listener-Socket im Blockiermodus befindet. Standardmäßig deaktiviert.

Bearbeiten von Sicherheitseinstellungen für einen HTTP-Listener


Hinweis – Sicherheitsfunktionen können für den HTTP-Listener nur aktiviert werden, wenn installierte Zertifikate verfügbar sind.


Sobald Sie über ein Zertifikat verfügen, können Sie das Zertifikat mit einem HTTP-Listener verknüpfen und so den Server schützen.

Als Verschlüsselung wird der Vorgang bezeichnet, Informationen in ein Format zu überführen, das nur für den vorgesehenen Empfänger verständlich ist. Bei der Entschlüsselung werden die verschlüsselten Informationen wieder in einen lesbaren Zustand umgewandelt. Sun Java System Web Server bietet Unterstützung für die Protokolle SSL und TLS.

Ein Verschlüsselungstyp ist ein kryptografischer Algorithmus (eine mathematische Funktion), die für die Ver- und Entschlüsselung eingesetzt wird. Die Protokolle SSL und TLS umfassen zahlreiche Verschlüsselungssuiten. Einige Verschlüsselungstypen sind stärker und bieten mehr Schutz als andere. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Bits ein Schlüssel verwendet, desto schwieriger können die Daten entschlüsselt werden.

Bei einer Zwei-Wege-Verschlüsselung müssen beide Parteien denselben Verschlüsselungstyp verwenden. Da verschiedene Verschlüsselungstypen verfügbar sind, müssen Sie Ihren Server für die gängigsten Verschlüsselungstypen aktivieren.

Bei einer sicheren Sitzung handeln Client und Server die höchste Verschlüsselungsstufe aus, die beide für die Kommunikation unterstützen. Sie können aus den Verschlüsselungen der Protokolle SSL2,SSL3 und TLS wählen.


Hinweis – Nach SSL Version 2.0 wurden Verbesserungen von Sicherheit und Leistung durchgeführt. Sie sollten daher nur SSL 2 benutzen, wenn einige Ihrer Kunden kein SSL3 verwenden können. Es gibt keine Garantie, dass Client-Zertifikate mit SSL2-Verschlüsselung funktionieren.


Der Verschlüsselungsprozess allein ist nicht ausreichend, um vertrauliche Serverinformationen zu schützen. Neben dem Verschlüsselungstyp muss ein Schlüssel verwendet werden, der zum eigentlichen verschlüsselten Ergebnis führt oder die zuvor verschlüsselten Daten entschlüsselt. Der Verschlüsselungsprozess verwendet zwei Schlüssel, um dies zu erreichen: einen öffentlichen Schlüssel und einen privaten Schlüssel. Die mit einem öffentlichen Schlüssel verschlüsselten Informationen können nur mit dem zugehörigen privaten Schlüssel entschlüsselt werden. Der öffentliche Schlüssel wird als Teil eines Zertifikats veröffentlicht; nur der verknüpfte private Schlüssel ist geschützt.

Der Server unterstützt die Protokolle Secure Sockets Layer (SSL) und Transport Layer Security (TLS) für die verschlüsselte Kommunikation. SSL und TLS sind anwendungsunabhängig, und Protokolle höherer Ebenen können transparent auf SSL und TLS aufsetzen.

Die Protokolle SSL und TLS bieten Unterstützung für eine Vielzahl von Verschlüsselungstypen zur Authentifizierung zwischen Server und Client, zur Übermittlung von Zertifikaten und zur Einrichtung von Sitzungsschlüsseln. Client und Server können unterschiedliche Verschlüsselungssuiten oder Verschlüsselungssätze unterstützen. Dies hängt von Faktoren wie dem unterstützten Protokoll, Unternehmensrichtlinien zur Verschlüsselungsstärke sowie rechtlichen Einschränkungen zum Export verschlüsselter Software ab. Neben anderen Funktoinen legen SSL- und TLS-Handshake-Protokolle fest, wie Server und Client die zur Kommunikation verwendete Verschlüsselungssuite aushandeln.

Klicken Sie auf das Register Sicherheit, um HTTP-Listener-Sicherheitseinstellungen zu bearbeiten. Die folgende Tabelle listet die Eigenschaften auf, die Sie auf dieser Seite konfigurieren können.

Tabelle 4 Feldbeschreibung > HTTP-Listener-Sicherheitseinstellungen

Feld

Beschreibung

Name

Name des HTTP-Listeners.

Sicherheit

Aktivieren bzw. deaktivieren Sie die Sicherheit für den ausgewählten HTTP-Listener.

Zertifikat

Wählen Sie das Serverzertifikat aus den verfügbaren Zertifikaten. Sie sollten entweder über ein RSA- oder ein EEC-Zertifikat zur Durchführung dieser Aktion verfügen.

Client-Authentifizierung

Gibt an, ob die Clientauthentifizierung erforderlich oder optional ist. Legen Sie diese Option als "False" fest, um die Clientauthentifizierung zu deaktivieren.

Authentifizierungs-Timeout

Das Timeout, nach dem der Clientauthentifizierungs-Handshake fehlschlägt. [0,001–3600]. Der Standardwert ist 60 Sekunden.

Maximum an Authentifizierungsdaten

Die maximale Menge von Authentifizierungsdaten im Puffer. [0–214704836470]. Der Standardwert ist 10485706.

SSL-Version 2/Version 3

Aktivieren oder deaktivieren Sie SSL Version 2/ SSL Version 3.

TLS

Aktivieren oder Deaktivieren Sie TLS. Die Erkennung von Versions-Rollbacks ist per Voreinstellung aktiviert. Auf diese Weise kann der Server Man-in-the-Middle-Angriffsversuche mit Versionsrücksetzungen erkennen. Es kann für einige Clients erforderlich sein, diese Option zu deaktivieren, wenn die TLS-Spezifikation nicht ordnungsgemäß implementiert ist.

SSL3/SSL2/TLS-Verschlüsselungstypen

Zum Schutz Ihres Webservers sollten Sie SSL aktivieren. Sie können das SSL 2.0, SSL 3.0 und TLS-Verschlüsselungsprotokoll aktivieren und die verschiedenen Zahlenfolgen auswählen. SSL und TLS können auf dem Listen-Socket des Administrationsservers aktiviert werden. Die Aktivierung von SSL und TLS auf einem Listen-Socket für den Server-Manager legt die Sicherheitseinstellungen für alle virtuellen Server fest, die mit diesem Listen-Socket verknüpft sind.

Die Standardeinstellungen lassen die gängigsten Verschlüsselungstypen zu. Sofern nicht ein triftiger Grund vorliegt, eine bestimmte Verschlüsselungssuite nicht zu verwenden, sollten Sie alle voreingestellten Typen zulassen.