In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie der Inhalt für virtuelle Server konfiguriert und verwaltet werden kann.
Klicken Sie auf Inhaltsbehandlung > Allgemein, um grundlegende Einstellungen für die Inhaltsbehandlung zu bearbeiten.
Konfigurieren Sie in den Abschnitten "Verzeichnisauflistung" die folgenden Parameter:
Feld | Beschreibung |
|---|---|
Verzeichnisauflistung | Sie können die Startseite für einen Anwendungsordner mit den folgenden Parametern anpassen. |
Auflistungstyp | Sie können Ausgefallen/Einfach/Keine auswählen.
|
Fehlerreaktion | Zu verwendende Fehlerreaktionsdatei, wenn die Verzeichnisauflistung deaktiviert ist. |
Anfangsseite | Pfad zur Startseitendatei. |
Indexdateien | Geben Sie eine Liste der Begrüßungsdateien oder Startseiten für den virtuellen Server an. Trennen Sie die Werte bei mehreren Dateien jeweils durch ein Komma. |
Die HTML-Analyse ermöglicht dem Server das Durchsuchen von HTML-Dateien nach bestimmten Befehlen (Analysieren von HTML). Zum Konfigurieren der Einstellungen klicken Sie im Abschnitt "Analysierte HTML/SSI" auf "Neu". Sie können die folgenden Felder zum Erstellen eines URI-Musters verwenden, für welches die HTML-Analyse aktiviert wird:
Feld | Beschreibung |
|---|---|
Gilt für | Sie können die Änderungen für den gesamten virtuellen Server oder das spezifische URI-Muster verwenden, das in das Feld "Neuen URI" eingegeben wurde. |
Execute-Tag | Durch Aktivieren des exec-Tags können HTML-Dateien beliebige Programme auf dem Server ausführen. Sie sollten daher erwägen, das exec-Tag aus Sicherheits- oder Leistungsgründen nicht zu aktivieren. |
Analysierte Dateien | Wählen Sie die zu analysierenden Dateien aus. Sie können auswählen, ob nur Dateien mit der Erweiterung .shtml oder alle HTML-Dateien analysiert werden sollen. Die Auswahl der letzteren Option wirkt sich auf die Leistung aus. Wenn Sie UNIX/Linux verwenden, können Sie auch UNIX/Linux-Dateien mit aktivierter Berechtigung Ausführen analysieren, obwohl dies nicht zuverlässig sein kann. |
Zum Konfigurieren der Einstellungen klicken Sie im Abschnitt "Seitenfußzeile" auf "Neu". Über die folgenden Felder können Sie eine Seitenfußzeile angeben, die in Ihre Dokumente eingefügt wird. Sie können die Seitenfußzeile für den gesamten virtuellen Server oder ein spezifisches URI-Muster verwenden.
Klicken Sie im Abschnitt "HTTP-Komprimierung" auf "Neu". Auf der folgenden Seite können Sie komprimierte Inhalte verwalten. Sie können vorkomprimierte Inhalte oder eine Komprimierung auf Anforderung für den gesamten virtuellen Server oder für ein spezifisches URI-Muster aktivieren.
Feld | Beschreibung |
|---|---|
Gilt für | Sie können die Änderungen für den gesamten virtuellen Server oder das spezifische URI-Muster verwenden, das in das Feld "Neuen URI" eingegeben wurde. |
Komprimierung auf Anforderung | Mit dieser Option können Sie die Komprimierung auf Anforderung aktivieren. |
Vary-Header einfügen | Gibt an, ob ein "Vary: Accept-encoding"-Header eingefügt werden soll. Wenn diese Option auf "True" gesetzt wird, wird nie ein "Vary: Accept-encoding"-Header eingefügt. Setzen Sie die Option auf "False", wird immer dann ein "Vary: Accept-encoding"-Header eingefügt, wenn eine komprimierte Version einer Datei ausgewählt wird. Der Wert ist standardmäßig auf "True" gesetzt. |
Fragmentgröße | Gibt die Speicherfragmentgröße (in Byte) an, die von der Komprimierungsbibliothek (zlib) für die Steuerung der Komprimierungsrate (der Umfang der gleichzeitig zu komprimierenden Daten) verwendet werden soll. |
Komprimierungsgrad | Wählen Sie in der Dropdownliste den Komprimierungsgrad aus. Wählen Sie KEINE oder einen Wert zwischen 1 und 9 aus. Der Wert 1 bringt die beste Geschwindigkeit, der Wert 9 die beste Kompression. Ein mittlerer Wert bietet einen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Komprimierung. |
Das primäre Dokumentverzeichnis (auch Dokument-Root genannt) ist das zentrale Verzeichnis, in dem alle Dateien gespeichert werden, die Sie für Remoteclients verfügbar machen möchten.
Sie können zusätzlich zum primären Dokumentverzeichnis weitere Dokumentverzeichnisse erstellen. Dadurch können Sie Benutzer eine Gruppe von Dokumenten verwalten lassen, ohne ihnen Zugriff auf das primäre Dokument-Root zu gewähren.
Erstellen eines neuen Dokumentverzeichnisses
Wählen Sie die Konfiguration aus.
Wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus. Klicken Sie auf das Register "Konfiguration", um die verfügbaren Konfigurationen anzuzeigen.
Wählen Sie den virtuellen Server aus.
Wählen Sie den virtuellen Server aus, für den ein neues Dokumentverzeichnis hinzugefügt werden soll. Klicken Sie auf das Register "Virtuelle Server", um die Liste der konfigurierten virtuellen Server für die ausgewählte Konfiguration anzuzeigen.
Klicken Sie auf das Register "Dokumentverzeichnisse".
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Neues Dokumentverzeichnis". Konfigurieren Sie die folgenden Parameter:
URL-Präfix – URI-Präfix, das einem Verzeichnis zugeordnet werden muss.
Verzeichnispfad – Absoluter Serverpfad und ein gültiges Verzeichnis für die Speicherung von Dokumenten.
Sun Java System Web Server ermöglicht Ihnen das Hinzufügen von CGI-Dokumentverzeichnissen mithilfe der Administrationskonsole.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein neues CGI-Dokumentverzeichnis hinzuzufügen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Virtuelle Server, und wählen Sie den virtuellen Server aus der Liste der virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Inhaltsbehandlung und dann auf das Unterregister CGI.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um ein neues CGI-Dokumentverzeichnis hinzuzufügen.
Geben Sie die erforderlichen Werte für die Felder "URI-Präfix" und "Verzeichnis" wie in der folgenden Tabelle beschrieben an. Klicken Sie auf OK. Klicken Sie zur Bereitstellung der geänderten Konfiguration auf Bereitstellung steht aus > Bereitstellen.
In der folgenden Tabelle sind die CGI-Parameter beschrieben.
Tabelle 5 CGI-Parameter
Parameter | Beschreibung |
|---|---|
Präfix | Geben Sie das URL-Präfix für dieses Verzeichnis an. Der eingegebene Text erscheint in URLs als das Verzeichnis für die CGI-Programme. Wenn Sie beispielsweise cgi-bin als URL-Präfix eingeben, weisen alle URLs zu diesen CGI-Programmen die folgende Struktur auf: http://IhrServer.Domaene.com /cgi-bin/Programmname |
CGI-Verzeichnis | Geben Sie im Textfeld "CGI-Verzeichnis" den Speicherort für das Verzeichnis als absoluten Pfad an. Beachten Sie, dass dieses Verzeichnis sich nicht unterhalb des Dokument-Root befinden muss. Aus diesem Grund müssen Sie ein URL-Präfix angeben. Hinweis – Das URL-Präfix kann sich vom tatsächlichen CGI-Verzeichnis unterscheiden. |
Benutzer | Geben Sie den Namen des Benutzers für die Ausführung von CGI-Programmen an. |
Gruppe | Geben Sie den Namen der Gruppe für die Ausführung von CGI-Programmen an. |
Chroot | Geben Sie das Verzeichnis an, auf das mit "chroot" gewechselt wird, bevor die Ausführung beginnt. (Nur für auf UNIX basierende Systeme) |
Nice | Geben Sie einen Nice-Wert ein, d. h. einen inkrementellen Wert, der die Priorität des CGI-Progamms in Relation zum Server festlegt. Typischerweise wird der Server mit einem Nice-Wert von 0 ausgeführt, und das Nice-Inkrement würde zwischen 0 (das CGI-Programm wird mit gleicher Priorität ausgeführt wie der Server) und 19 liegen (das CGI-Programm wird mit niedrigerer Priorität als der Server ausgeführt). Wenngleich es möglich ist, die Priorität über die des Servers anzuheben, indem ein Inkrement von -1 angegeben wird, wird diese Vorgehensweise nicht empfohlen. |
Zum Entfernen eines vorhandenen CGI-Verzeichnisses wählen Sie das CGI-Verzeichnis aus und klicken auf die Schaltfläche "Löschen". Zum Ändern des URL-Präfix oder CGI-Verzeichnisses eines vorhandenen Verzeichnisses klicken Sie auf den Verzeichnislink.
Kopieren Sie Ihre CGI-Programme in die angegebenen Verzeichnisse. Beachten Sie, dass alle Dateien in diesen Verzeichnissen als CGI-Dateien verarbeitet werden, platzieren Sie daher keine HTML-Dateien in Ihren CGI-Verzeichnissen.
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um CGI als Dateityp festzulegen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Virtuelle Server, und wählen Sie den virtuellen Server aus der Liste der virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Inhaltsbehandlung und dann auf das Unterregister CGI.
Klicken Sie unterhalb von "CGI als Dateityp" auf Neu.
Sie können diese Änderungen für den gesamten virtuellen Server oder einen spezifischen URI anwenden. Konfigurieren Sie die weiteren Parameter wie in der vorherigen Tabelle beschrieben.
Die CGI-Datei muss eine der Erweiterungen .bat, .exe oder .cgi aufweisen. Dateien mit diesen Erweiterungen werden vom Server als CGI-Dateien verarbeitet. Handelt es sich tatsächlich nicht um CGI-Dateien, treten Fehler auf.
Mit der URL-Umleitung können Sie Dokumentanforderungen für eine HTTP-URL an eine andere HTTP-URL leiten. Mit der URL-Umleitung (oder URL-Weiterleitung) stellt der Server dem Benutzer die Information zur Verfügung, dass eine URL geändert wurde (weil Dateien beispielsweise in ein anderes Verzeichnis oder in einen anderen Server verschoben wurden). Sie können die Umleitung auch verwenden, um die Anforderung für ein Dokument in einem Server sofort an ein Dokument in einem anderen Server zu senden.
Wenn Sie beispielsweise http://www.sun.com/info/movies an ein Präfix film.sun.com umleiten, wird die URL http://www.sun.com/info/movies an http://film.sun.com/info/movies umgeleitet.
Gelegentlich möchten Sie möglicherweise Anforderungen für alle Dokumente in einem bestimmten Unterverzeichnis an eine spezifische URL umleiten. Wenn Sie beispielsweise ein Verzeichnis entfernen mussten, weil es zu viel Datenverkehr verursachte oder die Dokumente aus beliebigen Gründen nicht mehr bereitgestellt werden sollen, können Sie Anforderungen für diese Dokumente auf eine Seite umleiten, auf der erläutert wird, warum die Dokumente nicht mehr zur Verfügung stehen. Beispielsweise könnte ein Präfix für /info/movies an http://www.sun.com/explain.html umgeleitet werden.
Sie können die URL-Umleitung auf der Ebene virtueller Server festlegen.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die URL-Umleitung zu konfigurieren:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Virtuelle Server, und wählen Sie den virtuellen Server aus der Liste der virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf Inhaltsbehandlung und URL-Umleitungen.
Klicken Sie auf Neue Schaltfläche, um eine neue Regel für die URL-Umleitung hinzuzufügen.
Geben Sie die erforderlichen Werte für die in der folgenden Tabelle beschriebenen Felder an. Klicken Sie auf Speichern. Eventuell müssen Sie auf die Schaltfläche Änderungen übernehmen für die Konfiguration klicken.
Die folgende Tabelle enthält eine Beschreibung der erforderlichen Felder für das Hinzufügen einer neuen URL-Umleitungsregel.
Tabelle 6 Feldbeschreibung> Hinzufügen einer neuen URL-Umleitung
Sie können eine benutzerdefinierte Fehlerantwort festlegen, die eine detaillierte Meldung an den Client sendet, wenn ein Fehler vom virtuellen Server gemeldet wird. Sie können eine zu sendende Datei festlegen oder angeben, dass ein CGI-Programm ausgeführt werden soll.
Sie können beispielsweise das Serververhalten für Fehler ändern, die bei einem spezifischen Verzeichnis auftreten. Wenn ein Client versucht, auf einen per Zugriffssteuerung geschützten Bereich zuzugreifen, können Sie eine Fehlerdatei mit Informationen zurückgeben, wie ein Konto beantragt werden kann.
Bevor Sie eine benutzerdefinierte Fehlerantwort aktiviert werden kann, müssen Sie die zu sendende HTML-Datei oder das bei Auftreten eines Fehlers auszuführende CGI-Programm erstellen.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um eine benutzerdefinierte Fehlerseite hinzuzufügen.
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Virtuelle Server, und wählen Sie den virtuellen Server aus der Liste der virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Inhaltsbehandlung und dann auf das Unterregister Fehlerseiten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu, um eine benutzerdefinierte Fehlerseite hinzuzufügen.
Geben Sie für jeden Fehlercode, den Sie ändern möchten, den absoluten Pfad zu der Datei oder CGI an, welche die Fehlerantwort enthält.
Klicken Sie auf OK, um zur Liste der Fehlerseiten zurückzukehren.
Ein umgekehrter Proxy ist ein Proxy, der dem Client als Webserver (Ursprungsserver) angezeigt wird, empfangene Anforderungen tatsächlich jedoch an einen oder mehrere Ursprungsserver weiterleitet. Da ein Reverse-Proxy sich selbst als Ursprungsserver darstellt, müssen Clients nicht für die Verwendung eines Reverse-Proxy konfiguriert werden. Durch das Konfigurieren eines Reverse-Proxy für die Weiterleitung von Anforderungen an mehrere konfigurierte Ursprungsserver kann ein Reverse-Proxy als Load-Balancer auf Anwendungsebene eingesetzt werden.
Hinweis – In einer typischen Bereitstellung werden einer oder mehrere umgekehrte Proxies zwischen Browser und Ursprungsservern platziert.
Hinzufügen eines Proxy-URI
Klicken Sie auf das Register "Konfigurationen", und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf das Register "Virtueller Server", und wählen Sie den virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf "Inhaltsbehandlung > Umgekehrter Proxy".
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Neuer Proxy-URI".
Geben Sie für die folgenden Parameter Werte an:
URI – Der URI für den umgekehrten Proxy.
Server-URL – Durch Komma getrennte Liste mit Servernamen. Als Servername müssen Sie einen Hostnamen, einen vollqualifizierten Domänennamen, eine IP-Adresse oder einen URL-Präfix ohne Pfadkomponente angeben, z. B. https://origin.server.com oder origin.server.com. Wenn mehrere Werte angegeben werden, wird die Last auf die verschiedenen Server verteilt.
So konfigurieren Sie die Einstellungen für den umgekehrten Proxy
Klicken Sie auf das Register "Konfigurationen", und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf das Register "Virtueller Server", und wählen Sie den virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf "Inhaltsbehandlung > Umgekehrter Proxy".
Klicken Sie auf "URI".
Sie können die folgenden Parameter bearbeiten:
URI – Der URI für den umgekehrten Proxy.
Server-URL – Eine durch Komma getrennte Liste der URLs für den Remoteserver. Wenn mehrere Werte angegeben werden, wird die Last auf die verschiedenen Server verteilt.
Dauerhafter Cookie – Wenn der Name des hier angegebenen Cookies in einer Antwort enthalten ist, werden nachfolgende Anforderungen immer an diesen Ursprungsserver geleitet.
Dauerhafter URI-Parameter – Name eines URI-Parameters, der auf Routinginformationen geprüft wird. Wenn der URI-Parameter in einem Anforderungs-URI vorhanden ist und sein Wert einen Doppelpunkt (:) gefolgt durch eine Routen-ID umfasst, wird die Anforderung an den Ursprungsserver gebunden, der durch die Routen-ID identifiziert wird.
Header umleiten – Name des HTTP-Anforderungsheaders, der zur Übermittlung von von Routen-IDs an Ursprungsserver verwendet wird.
Cookie umleiten – Name des Cookies, der durch den Server erzeugt wird, wenn ein dauerhafter Cookie in einer Antwort ermittelt wird. Dieser Cookie speichert eine Routen-ID, die es dem Server ermöglicht, nachfolgende Anforderungen an denselben Ursprungsserver zu leiten.
Header neu schreiben — Durch Komma getrennte Liste von Anforderungsheadern.
FastCGI ist eine offene Erweiterung von CGI (Common Gateway Interface), einer Standardschnittstelle zwischen externen Anwendungen und Webservern. Wie CGI-Anwendungen werden auch FastCGI-Anwendungen in separaten, isolierten Prozessen ausgeführt. Mit FastCGI-Anwendungen kann im Vergleich zu CGI-Anwendungen eine bessere Leistung erzielt werden.
Mit dem FastCGI-Plug-In kann der Sun Java System Web Server sicher und skalierbar mit gängigen Drittanbietertechnologien zur dynamischen Inhaltserstellung (PHP, Perl, Python usw.) eingesetzt werden. Das FastCGI-Plug-In implementiert die Clientseite des FastCGI-Protokolls. Dieses Protokoll ermöglicht Erstellern von dynamischen Inhalten (und Inhaltsmodulen) die Implementierung einer einheitlichen, skalierbaren API, die von einer Vielzahl von Webservern verwendet werden kann.
Weitere Informationen zu FastCGI und den über das FastCGI-Plug-In bereitgestellten SAFs finden Sie im Sun Java System Web Server Administrator's Guide.
So fügen Sie einen FastCGI-Handler hinzu
Klicken Sie auf das Register "Konfigurationen", und wählen Sie die Konfiguration aus.
Klicken Sie auf das Register "Virtueller Server", und wählen Sie den virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf "Inhaltsbehandlung" > "FastCGI".
Klicken Sie unterhalb der Tabelle "FastCGI-aktivierte URIs" auf "Neu".
Sie können die folgenden Parameter bearbeiten:
Gilt für – Sie können einen FastCGI-Handler für den gesamten virtuellen Server oder für ein spezifisches URI-Muster hinzufügen.
Rolle – FastCGI bietet erweiterte Funktionen mit Unterstützung für vier verschiedene "Anwendungsrollen". Wählen Sie eine Rolle, für welche ein FastCGI-Handler erstellt werden soll.
Antwortdienst – Antwortdienst ist die grundlegende FastCGI-Rolle und entspricht den einfachen Funktionen, die CGI heute bietet.
Filter – Die FastCGI-Anwendung filtert die angeforderte Serverdatei, bevor sie an den Client gesendet wird. Wenn ein Client eine URL dieses MIME-Typs anfordert, ruft der Webserver die SAF service-fastcgi auf, um die Anforderung an die Filteranwendung zu senden. Diese Filteranwendung verarbeitet die Datei unter Verwendung der angegebenen URL und sendet eine Antwort an den Client.
Berechtigte Person – Das FastCGI-Programm überprüft die Zugriffsberechtigungen für die Anforderung (z. B. durch Datenbank-Lookups nach Benutzername/Passwort).
Fehler – Die Fehler-SAFerror-fastcgi wird aufgerufen, wenn das FastCGI-Plug-In einen Fehler ermittelt. Sie wird verwendet, um die vom Benutzer angegebene Fehlerseite anzuzeigen.
MIME-Typ – MIME-Typ für den FastCGI-Handler.
Bindungspfad– UDS-Name (UNIX Domain Socket) oder benannte Pipe oder Host und Port im Format Host:Port.
Anwendungspfad – FastCGI-Serveranwendungspfad für die Verarbeitung der Anforderung.
Argumente – Durch Komma getrennte Werte, die als Argumente an den FastCGI-Anwendungsprozess Übergeben werden.
Umgebungsvariablen – Durch Komma getrennte Wertepaare, die als Umgebungsvariablen an den FastCGI-Serveranwendungsprozess Übergeben werden.
Im HTTP-Protokoll, das von Webbrowsern für die Kommunikation mit dem Webserver verwendet wird, dient die Dateierweiterung der URL nicht dazu, die Art der vom Server zurückgegebenen Informationen zu ermitteln. Am Ende der URL muss sich nicht einmal eine Dateierweiterung befinden. Stattdessen gibt der Webserver den richtigen MIME-Typ mithilfe eines Content-type:-Headers an, wenn er auf die HTTP-Anforderung des Webbrowsers antwortet.
MIME-Typen können sowohl auf der Konfigurationsebene als auch auf der virtuellen Serverebene konfiguriert werden.
Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um die konfigurierten MIME-Zuordnungen für einen virtuellen Server anzuzeigen:
Klicken Sie auf das Register Konfiguration, und wählen Sie die Konfiguration aus der Konfigurationsliste aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Virtuelle Server, und wählen Sie den virtuellen Server aus der Liste der virtuellen Server aus.
Klicken Sie auf das Unterregister Inhaltsbehandlung und dann auf das Unterregister MIME-Typen.
Die Seite MIME-Zuordnungen enthält eine Liste der MIME-Header und -Werte für die ausgewählte Konfiguration. Führen Sie die folgenden Aufgaben aus, um eine neue MIME-Zuordnung hinzuzufügen:
Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu , und konfigurieren Sie die folgenden Eigenschaften:
MIME-Header – Wählen Sie aus den Einstellungen "Inhaltstyp", "Inhaltscodierung" und "Inhaltssprache".
MIME-Wert – Geben Sie den Wert für den MIME-Header ein. Für einen MIME-Header vom Typ "Inhaltstyp" könnte der MIME-Wert beispielsweise text/plain, text/html usw. lauten.
Dateisuffix – Dateierweiterung für den MIME-Wert. Beispiel: Für den MIME-Wert text/html könnte die Dateierweiterung htm/html lauten.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Speichern, um die neue MIME-Zuordnung zu speichern.