Das Agentenprofil "Webdienstanbieter" beschreibt die Konfiguration, die zur Validierung von Webdienstanforderungen von Webdienst-Clients und zur Sicherung von Webdienstantworten von einem Webdienstanbieter verwendet wird. Der Name des Webdienstanbieters muss für alle Agenten eindeutig sein.
Folgende allgemeine Attribute definieren die grundlegenden Eigenschaften für Webdienstanbieter:
Mit dem Gruppenmechanismus können Sie eine Sammlung ähnlicher Agententypen definieren. Die Gruppe muss definiert sein, bevor der betreffende Agent in die Sammlung aufgenommen wird.
Definiert das Passwort für dan Webdienstanbieter-Agenten.
Bestätigen Sie das Passwort.
Legt fest, ob der Webdienstanbieter-Agent im System aktiv oder inaktiv sein soll. Standardmäßig ist er auf "Aktiv" gesetzt, was bedeutet, dass der Agent an der Validierung von Webdienstanforderungen von Webdienst-Clients und der Sicherung von Webdienstantworten von einem Webdienstanbieter beteiligt ist.
Listet die grundlegenden LDAP-Eigenschaften auf, die den Webdienstanbieter-Agenten eindeutig definieren.
Folgende Attribute definieren die Sicherheitsattribute für den Webdienstanbieter:
Legt den Sicherheitsnachweistyp fest, der zur Validierung der Webdienst-Anforderung verwendet wird. Dise Art von Sicherheitsmechanismus ist Teil der Webdienstanforderung von einem Webdienst-Client und wird von einem Webdienstanbieter akzeptiert. Es stehen folgende Typen zur Auswahl:
Anonymous (Anonym) – Der anonyme Sicherheitsmechanismus enthält keine Sicherheitsnachweise.
KerberosToken – Es werden Kerberos-Sicherheitstoken verwendet.
LibertyBearerToken – Verwendet das Liberty-definierte Bearer-Token.
LibertySAMLToken – Verwendet das Liberty-definierte SAML-Token.
LibertyX509Token – Verwendet das Libery-defined X509-Zertifikat.
SAML-HolderOfKey – Verwendet den SAML 1.1-Behauptungstyp "Holder-Of-Key".
SAML-SenderVouches – Verwendet den SAML 1.1-Behauptungstyp "Sender Vouches".
SAML2–HolderOfKey – Verwendet den SAML 2.0-Behauptungstoken-Typ "Holder-Of-Key".
SAML2–SenderVouches – Verwendet den SAML 2.0-Behauptungstoken-Typ " Sender Vouches".
UserNameToken – Verwendet ein Benutzernamenstoken.
UserNameToken-Plain – Verwendet ein Benutzernamenstoken mit einem Klartextpasswort.
X509Token – Verwendet das X509-Zertifikat.
Definiert den Namen der Authentifizierungskette bzw. des Authentifizierungsdiensts, der zur Authentifizierung beim OpenSSO-Authentifizierungsdienst mithilfe des Berechtigungsnachweises aus dem Sicherheitstoken einer eingehenden Webdienstanforderung verwendet werden kann, um das authentifizierte SSOToken von OpenSSO zu erstellen.
Definiert den Typ des Tokens, das konvertiert wird, wenn ein Webdienstanbieter eine Token-Konvertierung vom Sicherheitstoken-Dienst anfordert. Das Token wird mit derselben Identität, jedoch mit spezifischen Attributdefinitionen für den Tokentyp in das angegebene SAML- oder SSOToken (Sitzungstoken) konvertiert. Der Webdienstanbieter kann dieses neue Token für einen Webdienstaufruf an einen anderen Webdienstanbieter verwenden. Sie können folgende Tokentypen definieren:
SAML 1.1-Token
SAML2-Token
SSOToken
Damit dieses Attribut verwendet werden kann, müssen alle SAML-Token im Attribut Sicherheitsmechanismus und in jeder für den Webdienstanbieter definierten Authentifizierungskette ausgewählt werden.
Wenn dieses Attribut aktiviert ist, legt es fest, dass die SOAP-Sicherheits-Header vom Webdienstanbieter zur weiteren Verarbeitung beibehalten werden.
Definiert den Schlüsseltyp, der vom Webdienstanbieter während der Signaturverifizierung für die Webdienstanforderung verwendet wird. Der Standardwert lautet PublicKey.
Der URN (Universal Resource Name) beschreibt einen Liberty-Diensttyp, den der Webdienstanbieter für Dienst-Nachschlagevorgänge verwendet.
Das Attribut stellt die gemeinsamen Grundschlüssel (Shared Secrets) für Benutzername/Passwort dar, die vom Webdienstanbieter zur Validierung eines Benutzernamens-Sicherheitstokens aus einer eingehenden Webdienstanforderung verwendet werden. Diese Berechtigungsnachweise werden mit den Berechtigungsnachweisen aus dem Benutzernamen-Sicherheitsschlüssel für eine eingehende Webdienstanforderung verglichen.
Folgende Attribute konfigurieren die Security Assertion Markup Language (SAML) für den Webdienstanbieter.
Diese Konfiguration stellt ein SAML-Attribut dar, das während der Erstellung einer SAML-Anweisung durch den Sicherheitstoken-Dienst für einen Webdienstanbieter als Attributanweisung generiert werden muss. Das Format lautet: SAML_Attributname= Tatsächlicher_Attributname.
SAML_Attributname ist der SAML-Attributname aus einer SAML-Behauptung, die aus einer eingehenden Webdienstanforderung stammt. Tatsächlicher_Attributname ist der Attributname der entweder aus dem authentifizierten SSOToken oder aus dem Identitäts-Repository abgerufen wird.
Definiert die Klasse des NameID-Zuordnungs-Plugins, die für die SAML-Kontozuordnung verwendet wird.
Definiert den für die Generierung von SAML-Attributen verwendeten Namespace.
Wenn dieses Attribut aktiviert ist, legt es fest, dass die Mitgliedschaft des Principal als SAML-Attribut aufgenommen werden muss.
Folgende Attribute definieren die Signierungs- und Verschlüsselungskonfiguration für die Webanbieter-Sicherheit:
Wenn diese Option aktiviert ist, signiert der Webdienstanbieter die Antwort mithilfe des X509-Zertifikats.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Webdienstantwort verschlüsselt.
Wenn diese Option aktiviert ist, ist die Signatur der Webdienstanforderung verifiziert.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Sicherheits-Header der Webdienst-Client -Anforderung verschlüsselt.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Anforderung des Webdienst-Clients entschlüsselt.
Folgende Attribute konfigurieren den Schlüsselspeicher, der zum Speichern und Abrufen des Zertifikats verwendet werden soll:
Dieses Attribut definiert den Alias des öffentlichen Zertifikatschlüssels, der verwendet wird, um die Webdienstantwort zu verschlüsseln oder die Signatur der Webdienstanforderung zu verifizieren.
Dieses Attribut definiert den Alias des privaten Zertifikatschlüssels, der verwendet wird, um die Webdienstantwort zu signieren oder die Webdienstanforderung zu entschlüsseln.
Diese Konfiguration definiert, ob der Standardschlüsselspeicher oder ein benutzerdefinierter Schlüsselspeicher verwendet werden soll. Folgende Werte müssen für einen benutzerdefinierten Schlüsselspeicher definiert werden:
Speicherort des Schlüsselspeichers
Passwort des Schlüsselspeichers
Passwort des Schlüssels
Folgende Attribute definieren Webdienst-Endpunkte:
Dieses Attribut definiert einen Webdienst-Endpunkt, an den der Webdienstclient eine Anforderung stellt. Der Endpunkt ist optional, es sei denn, er ist für die Verwendung eines Webdienstsicherheit-Proxy konfiguriert.
Dieses Attribut definiert einen Webdienst-Endpunkt, an den der Webdienstclient eine Anforderung stellt.
Kerberos ist ein von der Webdienstsicherheit unterstütztes Sicherheitsprofil zur Sicherung der Webdienstkommunikation zwischen einem Webdienstclient und einem Webdienstanbieter. In einem typischen Szenario authentifiziert sich ein Benutzer beim Desktop und ruft einen Webdienst und den Webdienstclient auf. Hierbei ist ein Kerberos-Ticket zur Sicherung der Anforderung an den Webdienstanbieter durch Identifizierung seines Principals als Kerberos-Token erforderlich. Normalerweise wird die Kerberos-basierte Webdienstsicherheit im selben Kontext der Kerberos-Domäne (Bereich) und nicht über Grenzen hinweg wie beispielsweise die SAML-basierte Webdienstsicherheit verwendet. Kerberos ist jedoch einer der leistungsstärksten Authentifizierungsmechanismen, insbesondere in Umgebungen mit Windows-Domänencontroller.
Gibt den Hostnamen des Kerberos-Verteilungscenters (Domänencontroller) an. Hier ist der vollständig qualifizierte Domänenname (FQDN) des Domänencontrollers erforderlich.
Gibt den Domänennamen des Kerberos-Verteilungscenters (Domänencontroller) an. Je nach Konfiguration ist der Domänenname des Domänencontrollers nicht identisch mit dem Domänennamen von OpenSSO.
Legt den Kerberos-Principal als Eigentümer des generierten Sicherheitstokens fest.
Verwenden Sie die folgende Syntax:
HTTP/hostname.domainname@dc_domain_name
hostname und domainame stehen für den Hostnamen und den Domänennamen der OpenSSO-Instanz. dc_domain_name is the Kerberos domain in which the Windows Kerberos server (domain controller) resides. Der Kerberos-Server unterscheidet sich möglicherweise vom Domänennamen der OpenSSO-Instanz.
Gibt die zur Ausgabe des Tokens verwendete Kerberos-Keytab-Datei an. Folgendes Format wird empfohlen, auch wenn es nicht vorgeschrieben ist:
hostname.HTTP.keytab
hostname ist der Hostname der OpenSSO-Instanz.
Wenn es aktiviert ist, wird mit diesem Attribut angegeben, dass das Kerberos-Token signiert ist.