Der Protokollierungsdienst bietet Status- und Fehlermeldungen in Bezug auf die OpenSSO-Administration. Als Administrator können Sie bestimmte Werte, wie bespielsweise die Größe und den Speicherort der Protokolldatei, konfigurieren. OpenSSO kann Ereignisse in linearen Textdateien oder in einer relationalen Datenbank aufzeichnen. Die Attribute des Protokollierungsdienstes sind allgemeine Attribute. Es existieren folgende Attribute:
Der Wert dieses Attributs gibt die maximale Größe (in Bytes) einer OpenSSO-Protokolldatei an. Der Standardwert ist 1000000.
Der Wert dieses Attributs gibt die Anzahl der gesicherte Protokolldateien an, die zu Verlaufsanalysezwecken festgehalten werden. Es kann eine ganze Zahl, abhängig von Partitionsgröße und verfügbarem Festplattenspeicher im lokalen System, eingegeben werden. Der Standardwert ist 3.
Die Dateien betreffen nur den Protokollierungstyp FILE. Wenn der Protokollierungstyp auf DB eingestellt ist, werden keine Verlaufsdateien erstellt, und die von OpenSSO festgelegte Dateigrößenbeschränkung trifft nicht zu.
Hinweis – Der Wert 0 wird als Wert 1 interpretiert. Das heißt, auch wenn Sie eine 0 eingeben, wird eine Verlaufsdatei erstellt.
Für die dateibasierte Protokollierung muss ein Speicherort für die Protokolldateien angegeben werden. Das Standardverzeichnis lautet:
CONFIG_DIR_SERVER_URI/logs
CONFIG_DIR_SERVER_URI/logs ist ein Tag, der das Basiskonfigurationsverzeichnis und den URI des OpenSSO-Servers angibt. Zur Laufzeit bestimmt der Protokollierungsdienst das entsprechende Verzeichnis für die Protokollierung. Der Wert dieses Attributs kan als expliziter Pfad angegeben werden, der Basispfad sollte jedoch das zugehörige Konfigurationsverzeichnis sein.
Wenn ein nicht standardmäßiges Verzeichnis angegeben wird, das noch nicht existiert, erstellt OpenSSO das Verzeichnis. Sie sollten in diesem Fall die entsprechenden Berechtigungen für dieses Verzeichnis einrichten (z.B. 0700).
Beachten Sie, dass bei der Angabe des Speicherorts für die Protokollierung in einer Datenbank (DB), zum Beispiel Oracle oder MySQL, teilweise Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt wird. Wenn Sie als Speicherort der Protokolldaten beispielsweise eine Oracle-Datenbank festlegen, muss der Speicherort wie folgt lauten (Groß-/Kleinschreibung wird nicht berücksichtigt):
jdbc:oracle:thin:@machine.domain:port:DBName
Um die DB-Protokollierung zu konfigurieren, fügen Sie die JDBC-Treiberdateien dem JVM-Klassenpfad des Webcontainers hinzu. Sie müssen die JDBC-Treiberdateien manuell zum Klassenpfad des amadmin-Skripts hinzufügen, anderenfalls kann die amadmin -Protokollierung den JDBC-Treiber nicht laden.
Änderungen an Protokollierungsattributen treten in der Regel erst nach dem Speichern in Kraft. Ein Neustart des Servers ist jedoch nicht erforderlich. Nur wenn Sie die sichere Protokollierung aktivieren, sollten Sie den Server anschließend neu starten.
Gibt an, ob die Protokollierung eingeschaltet (AKTIV) oder ausgeschaltet (INAKTIV) ist. Der Wert wird während der Installation auf AKTIV gesetzt.
Wenn auf false eingestellt, werden keine Hostsuchvorgänge durchgeführt, um das Feld HostName im LogRecord zu füllen.
Sie können entweder ";Datei" (Protokollierung in linearen Dateien) oder "DB" (Protokollierung in Datenbank) festlegen.
Ein ungültiger Datenbank-Benutzername oder ein ungültiges Datenbank-Benutzerpasswort beeinträchtigen die Verarbeitung von OpenSSO erheblich. Wenn OpenSSO oder die Konsole instabil wird, sollten Sie das Attribut für den Protokollstatus auf "Inaktiv" setzen.
Anschließend sollten Sie den Server neu starten. Melden Sie sich danach bei der Konsole an und setzen Sie das Protokollierungsattribut zurück. Setzen Sie die Eigenschaft "Protokollstatus" danach wieder auf AKTIV und starten Sie den Server neu.
Dieses Attribut akzeptiert als Wert den Namen des Benutzers, der die Datenbankverbindung herstellt, wenn als Protokollierungstyp ";DB" festgelegt wurde.
Dieses Attribut akzeptiert als Wert das Passwort des Datenbankbenutzers, wenn als Protokollierungstyp ";DB" festgelegt wurde.
Bestätigen Sie das Datenbankpasswort.
Mit diesem Attribut können Sie den für die Protokoll-Implementierungsklasse verwendeten Treiber festlegen.
Gibt eine Liste der zu protokollierenden Felder an. Standardmäßig werden alle Felder protokolliert. Die Felder sind:
CONTEXTID
DOMAIN
HOSTNAME
IPADDRESS
LOGGED BY
LOGLEVEL
LOGINID
MESSAGEID
MODULENAME
Sie sollten wenigstens die Felder CONTEXTID, DOMAIN, HOSTNAME, LOGINID und MESSAGEID protokollieren.
Dieses Attribut legt die Häufigkeit (in Sekunden) fest, in der der Server die Protokolle auf unerlaubte Änderungen überprüft. Das Standardintervall ist 3600 Sekunden. Dieser Parameter wird nur auf die sichere Protokollierung angewendet.
Dieser Parameter legt die Häufigkeit (in Sekunden) fest, in der das Protokoll signiert wird. Das Standardintervall ist 900 Sekunden. Dieser Parameter wird nur auf die sichere Protokollierung angewendet.
Mit diesem Attribut wird die sichere Protokollierung aktiviert bzw. deaktiviert. Standardmäßig ist die Sicherheitsprotokollierung deaktiviert. Die sichere Protokollierung aktiviert die Überprüfung auf unerlaubte Änderungen bzw. Manipulationen in Sicherheitsprotokollen.
Hinweis – Die sichere Protokollierung kann nur für Flat Files verwendet werden. Diese Option funktioniert für die Datenbankprotokollierung nicht.
Dieses Attribut definiert RSA und DSA (Digital Signature Algorithm), welche über private Schlüssel für Signierung sowie einen öffentlichen Schlüssel für Überprüfung verfügen. Sie können einen der folgenden Typen auswählen:
MD2 w/RSA
MD5 w/RSA
SHA1 w/DSA
SHA1 w/RSA
MD2, MD5 und RSA sind Einweg-Hashes. Wenn Sie beispielsweise den Signaturalgorithmus MD2 w/RSA auswählen, generiert die sichere Protokollierung eine Gruppe von Meldungen mit MD2 und verschlüsselt den Wert mit dem RSA-Privatschlüssel. Dieser verschlüsselte Wert ist die Signatur der ursprünglichen protokollierten Datensätze und wird an den letzten Datensatz der neuesten Signatur angehängt. Zur Überprüfung wird die Signatur mit dem öffentlichen RSA-Schlüssel entschlüsselt, und der entschlüsselte Wert wird mit der Gruppe von protokollierten Datensätzen verglichen. Die sichere Protokollierung entdeckt dann alle Änderungen an protokollierten Datensätzen.
Wenn sichere Protokollierung aktiviert ist, sucht der Protokollierungsdienst an dem durch dieses Attribut angegebenen Speicherort nach seinem Zertifikat. Der tatsächliche Verzeichnispfad wird zur Laufzeit festgelegt. Der Wert kann auf einen expliziten Pfad gesetzt sein, die OpenSSO-Instanz sollte jedoch Zugriff auf den Basispfad haben.
Dieses Attribut legt die maximale Anzahl an Datensätzen fest, die von den Java LogReader-Schnittstellen zurückgeben wird, unabhängig davon, wie viele der Datensätze der Leseanforderung entsprechen. By default, it is set to 500. This attribute can be overridden by the caller of the Logging API through the LogQuery class.
Dieses Attribut wird nur auf die sichere Protokollierung angewendet. Es gibt an, wann die Protokolldateien und der Schlüsselspeicher archiviert und der Sicherheitsschlüsselspeicher neu generiert werden muss, um die anschließende sichere Protokollierung fortführen zu können. Standardmäßig sind fünf Dateien je Protokoll festgelegt.
Dieses Attribut legt die maximale Anzahl der Protokolldatensätze fest, die im Arbeitsspeicher zwischengespeichert werden, bevor sie vom Protokollierungsdienst in das Protokollierungs-Repository geschrieben werden. Der Standardwert ist ein Datensatz.
Dieses Attribut legt die maximale Anzahl der Protokolldatensätze fest, die im Speicher verbleiben, wenn die Datenbank (DB)-Protokollierung fehlschlägt. Dieses Attribut wird nur angewendet, wenn die DB-Protokollierung festgelegt wurde. Wenn die Verbindung vom OpenSSO-Protokollierungsdienst zur DB unterbrochen wird, wird die hier angegebene Anzahl an Datensätzen zwischengespeichert. Der Standardwert dieses Attributs entspricht dem doppelten für die Puffergröße angegebenen Wert.
Dieses Attribut gibt die Zeit an, die die Protokolldatensätze im Zwischenspeicher verbleiben, bevor diese zur Protokollierung an den Protokollierungsdienst gesendet werden. Dieses Attribut wird nur angewendet, wenn ";Pufferzeitspanne aktivieren" aktiviert ist. Das Standardwert ist 3600 Sekunden.
Wenn für dieses Attribut der Wert EIN festgelegt wird, wendet OpenSSO ein Zeitlimit für die Zwischenspeicherung der Protokolldatensätze an. Das Zeitlimit wird im Attribut ";Pufferzeitspanne" festgelegt.
Mit diesem Attribut können Sie die Detailgenauigkeit in einer bestimmten Protokolldatei konfigurieren, indem Sie eine verfügbaren Optionen auswählen. Die Protokollierung für die OpenSSO-Dienste erfolgt auf INFO-Ebene. SAML- und Identity Federation-Dienste protokolliern auch auf detaillierteren Ebenen (GENAU, GENAUER, SEHR GENAU). Zusätzlich gibt es die Ebene OFF (AUS), die zum Ausschalten der Protokollierung dient, sowie die Ebene ALL (ALLES), mit der die Protokollierung aller Nachrichten aktiviert wird.