Beim Webdienste-Modul handelt es sich um die OpenSSO-Implementierung der Liberty Alliance Project Identity Web Services Framework (ID-WSF)-Spezifikationen. Die ID-WSF baut auf der Liberty Identity Federation Framework (ID-FF) auf und enthält Spezifikationen zum Erstellen von Webdiensten für das Abrufen, Aktualisieren bzw. Ausführen von Vorgängen für Identitätsdaten in einer Netzwerkumgebung. Die Spezifikationen bieten einen Überblick über die technischen Komponenten, die zum Erstellen von Webdiensten notwendig sind, beispielsweise Kalenderdienste, Wallet-Dienste oder Alarmdienste.
Hinweis – Identitätsdaten enthalten Attribute zum Festlegen des Vor- und Nachnamens, der Anschrift, der Geschäftsadresse und des Kontakts für Notfälle. Es können jedoch auch weitere Attribute enthalten sein.
Webdienste bilden die Grundlage für verteilte Netzwerke im Internet. Ein Webdienstbenutzer (Web Service Consumer, WSC) sucht nach einem Webdienst und ruft die vom Webdienst bereitgestellten Prozesse durch das Senden einer Anfrage auf. Bei einem Webdienstanbieter (Web Service Provider, WSP) handelt es sich um die Anwendung, die den Webdienst basierend auf der Anforderung implementiert; er kann sich auf derselben Java™ Virtual Machine wie der WSC befinden oder Tausende Kilomenter entfernt sein. Wenn ein WSC Identitätsattribute von einem WSP abruft, kontaktiert der WSC zunächst einen Discovery-Dienst, um den Speicherort der benötigten Attribute zu ermitteln. Sobald diese Informationen zurückgegeben wurden, kontaktiert der WSC den WSP (beispielsweise ein persönlicher Profildienst), um die benötigten Attribute abzurufen.
Das Modul "Webdienste" der OpenSSO-Konsole ist eine Schnittstelle zum Konfigurieren folgender Dienste: